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EPIRB
(Seenot-Funkbaken)
FAQ |
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Für Seefahrer:
Gegenüberstellung verschiedener EPIRB´s
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Ohne 406MHz Technik:
Vom Kauf abzuraten
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Ab
2005, einzige sinnvolle Technik:
EMPFEHLENSWERT. |
Ab
2005: Nicht mehr Empfehlenswert |
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Bezeichnung:
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EPIRB 121,5 &
PLB
121,5 WARNUNG:
Personal-Local-Bacon (PLB). Kein EPIRB, wird jedoch als solcher teilweise angeboten
(beinahe schon kriminell). siehe Bemerkungen
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Cospas / Sarsat
EPIRB 406
& PLB
406
Weitere gute Infos mit
Gegenüberstellungen auf
www.epirb.de |
Inmarsat -EPIRB
War bis dato "Sehr
empfehlenswert"
Dienst wird ab 1. Dezember 2006
eingestellt, deshalb vom Kauf dringend abzuraten, auch wenn Sie so ein
Gerät noch so günstig angeboten bekommen.
Kostenloser Umtausch gegen Cospas-Epirb durch Hersteller erfolgt nur bei
Registrierung vor dem 1.12.2005 |
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Bestandteil von
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Kein Bestandteil von GMDSS |
GMDSS
Für Küstengebiete <30 sm mind. UKW-Seefunk
mit DSC-Controller.
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GMDSS
Für Küstengebiete <30 sm mind. UKW-Seefunk mit DSC-Controller. |
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System
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Cospas/Sarsat 121,5
MHz
Nicht empfehlenswert für Yachten |
Cospas/Sarsat 406 MHz
Mindest-Empfehlung für Yachten, Fahrtgebiet >30sm von der Küstenlinie. |
Inmarsat -E
Beste Empfehlung, auch für Yachten.
Fahrtgebiet >30sm von der Küstenlinie. |
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Registrierung erforderlich.
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nein |
zusätzl. Programmierung der MMSI erforderlich.
Kostenpflichtig. |
ja, Registrierung bei Inmarsat
kostenlos. MMSI in Registr.-Code |
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Alarmierungs-Frequenz:
Sendeleistung:
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121,5 MHz
(Beep-Notzeichen)
+ zusätzliches Beep-Signal auf
243 MHz Flugnotfrequenz für Militärs; von Satelliten nicht empfangbar.
0,02-0,1W |
403 MHz für
digitale Alarmierung
mit Identifikationssignal.
5W |
1,6 GHz für
digitale Alarmierung
mit Identifikationssignal.
1W |
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Homingsignal auf:
Sendeleistung:
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121,5MHz
0,02-0,1W |
121,5MHz
50mW |
121,5MHz
50mW |
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Alarm
wird empfangen von:
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z.B. Bergwacht, o.ä.
Unter Umständen von RCC über Satelliten. Je nach Land und Bauart
unterschiedlich.
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Über Satelliten zu Cospas/Sarsat
Erdempfangsstelle (LUT), an
RCC
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Via Satellit zu Inmarsat über Erdempfangsstelle (CES), an RCC |
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Fahrzeug-Identifikation:
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nein (Schiff,
Landfahrzeug, Person ???) |
ja |
ja |
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Satelliten
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Polüberfliegend, 4 (von ehemals 9) Satelliten in 850km Höhe
38 Erdstationen (LUT) vorhanden.
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4 geostationäre Satelliten in
36000km Höhe |
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Standortbestimmung durch
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1. Suchmannschaften
(Peilung 121,5)
und ggf. überfliegende, vorbeifliegende Satelliten (Dopplereffekt auf 121,5) mit
miserablem Ergebnis |
1. überfliegende
Satelliten
(Dopplereffekt auf 406MHz
mit gutem Ergebnis)
2. Peilung durch SAR auf 121,5MHz
Achtung: Bei anschließbarem GPS wird die Position nicht vom Satelliten
empfangen, sondern erst wenn Sie gesucht werden, von den SAR-Fahrzeugen.
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1. eingebautes GPS sendet
laufend Position des Schiffes
2. Zusätzl. Peilung durch SAR auf 121,5MHz möglich
3. Sofortige Positionsübermittlung per DSC
über Erdempfangsstelle zum Rescue-Coordination-Center
(SAR
- Leitzentrale) |
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Pos.-Genauigkeit
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Pos. für 243 MHz
nicht möglich
für 121,5 MHz ungenügend, da Frequenz instabil & mit zuviel Störungen. Hängt auch
noch von der Bahngeometrie ab und muß deshalb ggf. MEHRFACH überflogen werden von
Satellit. Deshalb, wenn überhaupt, sehr lange Alarmierungszeit; u.U. wird vorher die
Batterie leer.
Dopplermessung praktisch untauglich:
Mögliche Größe der Fläche: 225km2
  
Für Skipper ungeeignet,
tauglich nur für Suche nach Lawinenopfer o.ä.
durch Homingsignal 121,5MHz
(dann Peilempfänger erforderlich) |
5km in 90% der Fälle,
25km in 98% der Fälle. (Dopplereffekt)
Mögliche Größe der Fläche: 4 - 20km2
NAVTEC-Epirb jetzt als
406MHz-COSPAS / SARSAT-Epirb GLOBAL-C plus mit GPS lieferbar
Details

ACR 406MHz

oder
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Genauigkeit: typisch 10-20m. Die Technik der Zukunft, fast zum Preis eines 406MHz EPIRB
1. Sahne:
"Mark4" (1999€) von Fastnet mit
zusätzl. Radartransponder (2999€)
(=aktive Radarantwortbake)

- - - - - - - -
NAVTEC-EPIRB:
jetzt als COSPAS / SARSAT mit GPS lieferbar, da Inmarsat - E Dienst
eingestellt wird zum 1.12.2006
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Peilgenauigkeit 121,5MHz
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5°, in Wellentälern
Aussetzer
220km2 |
2-3sm
gepeilt wird das 406MHz-Signal
121,5 nur Homingsignal f. Ortung mit zunehmender Genauigkeit bei
Annäherung.
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Satellit peilt
überhaupt nicht, da er die Position des Havaristen in der Notmeldung durch GPS mitgeteilt
bekommt.
Peilung des 121,5 MHz Signals dann durch
SAR, mit zunehmender
Genauigkeit bei Annäherung.
Optional: Radarantwortbake / Radartransponder |
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Wartezeit bis Alarm Übermittelt ist
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2 - 24 Stunden. In Gebieten
ohne Empfangsstation (LUT) kein Empfang möglich. (z.B. Südl. Afrika)
siehe Bemerkungen
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durchschn. 2 Stunden, max 13Std. |
wenige Minuten |
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Auslösemethode
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Handauslösung |
Hand- oder Wasserauslösung |
Hand- oder Wasserauslösung,
oder fernbedient vom Fahrstand |
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Abdeckung
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ca. 60% der Erdoberfläche. Nur dort
wo LUT vorhanden |
weltweit ohne Einschränkung |
weltweit <70° N/S, außer
Polkappen |
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Übermittelte Daten von Satellit an Erdstation
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ungefährer Standort, keine
Identifikation,
Havarist bleibt anonym
Laut Auskunft der US-Küstenwache Fehlerrate bei 99,8% |
Standort, Schiffskennung, optional:
Notfallart.
Anmeldung erforderlich wegen Identifikation.
Schiffskennung mittels Registrierung der Seriennummer. Keine Programmierung erforderlich. |
Standort, Schiffskennung, Datum,
Uhrzeit, Kurs, Geschwindigkeit. Optional: u.a. Notfallart durch Fernbed.
Alle Schiffsdaten liegen vor durch Registrierung des Systemcodes. Keine Programmierung
notwendig.
Anmeldung erforderlich wegen Identifikation. |
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Notfalltyp Übertragung
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nicht möglich |
optional |
ja (Feuer, Sinkend, etc.) |
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Datenpaketgröße
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1 Bit, (Beep, analog) |
135 Bit |
160 Bit |
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Funkbake
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klein |
mittel |
mittel, 219x210mm,´1,2kg |
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Batteriekapazität
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keine Vorgabe |
mind. 48 Stunden (typisch: 72h)
bei geringerer Sendedauer, nur zugelassen für Yachten |
mind. 48 Stunden (typisch 72h) |
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Preis
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150€.- bis 500€
Preis könnte bis auf 50,-€ noch fallen, da in Kürze dieser Dienst über Satellit
eingestellt wird. |
750€,- bis 2000,-€
Eigentlich zu teuer für diese alte Technik. |
ca 1999,-€ (Fa. Fastnet)
ab 1900,-€ (Fa. Navtec) |
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Hinweis:
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243 MHz Epirb-Signale können nicht
zwischengespeichert werden. Das Signal muß sofort von einer LUT
empfangbar sein. Auf der Nordhalbkugel überall gewährleistet, nicht jedoch in Südafrika
und teilweise nicht in Süd-Ost-Asien
Sie auch FAQ
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Notsignal wird mit ermittelter / berechneter Position vom Satelliten zwischengespeichert, bis nächste
LUT
überflogen wird, dann weiterübermittelt zu dieser. Dann Weiterleitung an
RCC.
Bei angeschloßenem GPS wird die Position nicht zum Sat übermittelt,
sondern erst von den Rettungsfahrzeugen (Stunden später) empfangen.
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Signal wird sofort nach Eintreffen
beim Satelliten weitergeleitet von der
LES (z.B. Raisting) über
X-400Datenleitung nach Bremen zur
RCC der DGzRS. Dort Zuordnung per
PC-System-Code zu persönl. Daten. Von dort zur zuständigen SAR und an CES zur
Weiterverbreitung |
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Seitenanfang
Bemerkungen:
CES
= (LES) Coast Earth Station = Küsten - Erde - Funkstation
= Erd-Empfangsstelle des Inmarsat-Systems
Cospas / Sarsat: Satelliten für Suche und Rettung. Arbeiten im 121,5MHz Band
(noch) und im 406MHz Band.
DSC
= Digitaler-Selectiv-Ruf. Ermöglicht der SAR
während der Suche, den GPS des Havaristen abzufragen nach dessen aktueller Position. (Nur
möglich, wenn ein Funkgerät mit vollwertigem DSC Standard vorhanden ist).
ELT
= Emergency-Locating-Transmitter:
(Notfall-Auffindungssender) 406+121,5MHz
Notfunkbake zur Alarmierung und zum Auffinden von Flugzeugen. Auslösemethode: Aufschlag
(für Luftfahrt).
Homingsignal: Das 121,5MHz Signal wird bei GMDSS
zugelassenen Epirb nur ausgesendet um Suchschiffen das Auffinden der Schiffe zu
erleichtern. Deshalb nur geringe Sendeleistung.
IMO = Internatinional Marine Organisation
RCC
= Rescue Coordination Center ( Rettungsleitstelle, je Land
in der Regel 1)
LUT
= Local User Terminal = Landempfangsstellen des Cospas/Sarsat Systems.
PLB
(121,5+243MHz) =Personal-Locater-Bacon:
(Personen-Auffindungs-Bake)
Wird häufig fälschlicherweise als EPIRP angeboten. Vom Kauf dringend abzuraten. Nur
geeignet für Trapper & Pelztierjäger o.ä.
Hierzu meinte ein Experte: Nicht mal für diese, man wird nicht entdeckt, wohl aber
gefunden, wenn spezifische Zufälle dies wollen...
Notfunkbake zum Auffinden von Personen, z.B. im Gebirge. Auslösemethode: Handauslösung
(für Pelztierjäger o.ä). Zu Alarmierungszwecken in der Schiffahrt nicht geeignet.
PLB (121,5 + 243MHz) werden häufig da preiswert, auch als "EPIRB" angeboten, da
die Bezeichnung EPIRB nicht gesetzl. geschützt. Da die Sendeleistung meist nur sehr
begrenzt ist (aufgrund Westentaschengröße), ist eine Alarmierung via Satellit
nicht zuverlässig möglich. Desweiteren muß bei diesen Typen die Erdempfangstation (LUT)
im Empfangsbereich des Satelliten sein, da das analoge Signal nicht zwischengespeichert
werden kann. Ist dies nicht der Fall kann erst eine Alarmierung erfolgen, wenn ein anderer
Satellit auf einer anderen Position das Signal aufnimmt und weitergeben kann. Dadurch
Verzögerung bis zu mehr als 24 Stunden möglich. Im Wesentlichen dient das 121,5MHz
Signal zum lokalisieren der gesuchten Person.
Der Empfang des 121,5 MHz Signals bei einer Küstenfunkstelle ist technisch zwar möglich,
aber nicht gewährleistet, und wird von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt.
Die Frequenz 243MHz wird nicht vom Satelliten ausgewertet, sondern nur der Beep auf
121,5MHz.
Das 243MHz Signal kann lediglich zusätzlich von Militärs (Flugzeugen) empfangen werden.
PLB
(406+121,5) Prinzipiell baugleich mit 406MHz-Epirb.
Lediglich nur Handauslösung (tauglich).
SAR: Sarch and Rescue = Such- und Rettungsmannschaft
FAQ
zum Thema 121,5/243MHz Funkbaken:
Achtung, zum Zeitpunkt der Beantwortung untenstehender Fragen, war noch nicht bekannt,
daß zu einem noch bestimmenden Zeitpunkt die Weiterleitung der Notrufe von der Frequenz
121,5 / 243 MHz eingestellt wird.
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Kann das 121,5MHz Signal einer Funkbake auch von den Cospas/Sarsat-Satelliten
empfangen werden?
Früher ja, (da war dieses Frequenzband noch nicht so überlastet) heute eher fraglich da
der Satellit hierbei nur als Relais dient, Ortung de facto nicht möglich. Im Wesentlichen
ist diese Funkbake hergestellt, um einen Alarm direkt an eine Rettungszentrale oder an
Flugzeuge und Suchschiffe zu senden.
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Wer empfängt bei einer Alarmierung über 121,5MHz dieses Signal?
Bereits alarmierte (!) Hubschrauber zur Ortung und sowie speziell ausgerüstet Schiffe der
SAR. Es wäre schon ein großer Zufall, wenn ein SAR-Hubschrauber oder ein
Seenotrettungsschiff genau zu diesem Zeitpunkt vorbeikäme.
-
Dient das Signal 121,5 MHZ ausschließlich der Ortung oder auch der Alarmierung?
121,5MHz ist nur zur Ortung sinnvoll nutzbar. Selbst eine vorbeifliegende Boeing 747 hat
einen Radiohorizont von 300km(!). D.h. innerhalb diese Bereiches würde ein Flugkapitän
auf einem Atlantikflug zwar einen PLB hören, er könnte ihn aber nicht orten. Die
Positonskreis hätte also einen Radius von 300sm !!!
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Ist es gewährleistet, daß ein vorbeifliegendes Flugzeug eine 121,5 MHz
Alarmierung auch wahrnimmt?
Nein, Versuche verschiedener Institute haben ergeben, daß nur 15 % der 121,5MHz
Alarmierungen von vorbeifliegenden Flugzeugen gehört werden. Der Grund liegt u.a. darin,
daß Flugzeugführer nur "IM RAHMEN IHRER MÖGLICHKEITEN" verpflichtet sind,
diese Frequenz abzuhören. Flugfunknotsender (ELT) arbeiten für die
Alarmierung auf 406MHz.
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Sind EPIRB mit 121,5 & 243 als EPIRB (für Schiffe) zu bezeichnen, oder sind
dies nur PLB bzw ELT?
Es sind PLB. Die Aussage dies wären EPIRB ist kriminell. Leider
ist der Begriff Epirb nicht gesetzlich geschützt.
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Ist es richtig, daß das Signal der 121,5/243MHz Funkbake vom Satelliten nicht
zwischengespeichert wird?
Ja, dies hat zur Folge, daß dieser Empfang des Signals dann verloren ist, wenn sich keine
LUT im Bereich des Satelliten befindet. Dann muß auf den nächsten Satellit gewartet
werden, in der Hoffnung, daß dieser dann seine Meldung an eine LUT los wird?
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Nachdem soviel negatives über diese Funkbaken 121,5/243 berichtet wird, muß man
sich fragen, weshalb man dann diese teuren Satelliten überhaupt hochgeschossen hat?
Für die 403MHz Funkbaken; denn nur für diese ist Cospas/Sarsat entwickelt. Bei diesen
wird das 121,5MHz Signal überhaupt nicht ausgewertet, sondern nur als Homingsignal
genutzt. Die Peilung findet über die 406MHz statt.
Die mögliche Mitnutzung der 121,5MHz von 121,5/243-Funkbaken (für Alarmierung) ist dabei
nur ein Abfallprodukt, da zu jenem Zeitpunkt bereits 500000 dieser Funkbaken (aber nur zu
Ortungszwecken) in Betrieb waren. Der Einsatz der Cospas/Sarsat Satelliten hat nur die
Nutzung etwas verbessert, wenn auch mit einer Fehlerquote von 99,8% an Falschalarmen.
-
Weshalb wird von der Nutzung des 121,5MHz Signals über Satellit abgeraten und
immer nur auf das Homingsignal verwiesen, obwohl das Signal doch vom Satellit empfangen
werden kann?
Die hohe Frequenzansammlung und -instabilität im genutzten Frequenzband verursachte in
der Vergangenheit so viele Falschalarme (99,8%), daß keine Suche eingeleitet wird, bevor
nicht eine Bestätigung von anderer Seite eingegangen ist.
-
Ich möchte mir eine 121,5MHz Epirb zulegen, bin aber skeptisch ob sie das hält,
was der Verkäufer mir verspricht?
Die US-Küstenwache empfiehlt die 121,5 243MHz Epirb nicht mehr zu kaufen. Gründe siehe
oben.
PS.: Eine neue Meldung der US-Küstenwache (Stand März 99) besagt, daß in Zukunft auf
die Weiterleitung von eingegangenen Notrufen über 121,5 / 243 MHZ EPIRB verzichtet werden
wird, da der Anteil der Falschalarme (meist technisch bedingt) viel zu groß sei. Dadurch
werden Satelliten-Kapazitäten im eigentlich zugedachten Frequenzband für die
GMDSS-EPIRB´s im 406MHz Bereich frei.
FAQ
zum Thema 403/121,5MHz Funkbaken:
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Ist es richtig, daß das Signal der 403MHz Epirb auch noch von anderen
Satellitensystemen empfangen wird?
Ja, am gesamten System sind auch noch die Satelliten vom Typ "Eumetsat",
"Insat" und "Geostar-Sat" beteiligt. Sie alle garantieren den
erforderlichen Überdeckungsgrad, der notwendig ist, um eine sichere Alarmierung zu
gewährleisten.
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*Welche EPIRB können Sie einem Skipper empfehlen?
Sie sollten sich mindestens für eine 406MHz Epirb (ca 900,-€) entscheiden. Mindestens
deshalb, da die Inmarsat-E Epirb inzwischen auch teilweise im Preis von 4000,- bis auf
2000,-€ (Fa. Navtec) gefallen sind.
Inmarsat-E Epirb (1,6GHz) sind natürlich erste Sahne, da auch genaue Position durch
eingebauten GPS übermittelt wird. Außerdem weitere Informationen über Schiffsgröße
max. Anzahl Personen an Bord u.a.
Weiterhin können Sucheinheiten sogar den Standort des Schiffes NACH der Alarmierung
noch abfragen, sofern das Schiff mit UKW-Funkeinrichtungen nach GMDSS ausgerüstet ist.
(Position-Request / Positionsabfrage)
Die Technik der beiden hier genannten Systeme sind die Technik der Zukunft.
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Was hat Inmarsat mit Cospas/Sarsat zu tun, wo doch das Signal des 403MHz Epirb
nur von Cospas/Sarsat empfangen wird?
Die Alarmierung einer 406MHz Epirb wird zwar nur von Cospas/Sarsat und den angeschlossenen
anderen Systemen ("Eumetsat", "Insat" und "Geostar-Sat")
empfangen und bis zur RCC weitergeleitet, diese ruft dann die eigenen Rettungseinheiten
(SAR), sowie über INMARSAT alle Schiffe im betreffenden Seegebiet (geographischer
Flächenruf) zur Hilfe auf. Außerdem wird die Aussendung des Notrufes über Navtex
veranlaßt.
* Durchgestrichener Text ist neuer Sachstand
nach bekanntwerden, daß Inmarsat den E-Dienst für EPIRB einstellt zum
1.12.2006. Inmarsat-E-Seenotfunkbaken, die vor dem 1.12.2005 registriert werden,
sollen einen kostenlosen Ersatz bekommen in Cospas/Sarast-406MHz Technik.
Begründung: Es wurden zu wenig Einheiten verkauft, um einen rentablen Betrieb
zu gewährleisten. Das Bundesverkehrsministerium hatte sich eingeschaltet, aber
ergebnislos.
Entscheidung von Inmarsat ist endgültig !!! (sachstand 15.August 2005) |
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Weitere Informationen finden Sie in unserem LEXIKON unter EPIRB
Diese Seite wurde erstellt aufgrund sorgfältigster Recherche.
Hierfür besonderen Dank an:
Fred Flatow, GMDSS-Engeneer bei National Oceanic & Atmosphäric Administration (NOAA)
Peter Look, GMDSS Experte, Bremen
Dr. Anselm Fabig, Fa Navtec http://www.navtec.de/
Udo Fox, RCC der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS
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